Manuela Klasen

Manuela Klasen

Die Geschichte von Martin

von | 29. Oktober 2015 | Impuls-Geschichten

Martin kam zu mir ins Coaching, da er sich sehr erschöpft fühlte. Er arbeitete seit vielen Jahren in einer verantwortungsvollen Position mit Personalführung, die ihm nicht wirklich Spaß machte sondern…

Martin kam zu mir ins Coaching, da er sich sehr erschöpft fühlte. Er arbeitete seit vielen Jahren in einer verantwortungsvollen Position mit Personalführung, die ihm nicht wirklich Spaß machte sondern sehr unter Stress und Druck setzte. Die bürokratischen Umstände mit denen er täglich zu kämpfen hatte zermürbten ihn. Er fühle sich seiner Kreativität beraubt, gute Lösungen zu finden und durch das hohe Arbeitspensum und die große Verantwortung fühlte er sich ständig unter Strom.

Er erzählte, dass er schon Zusammenbrüche hatte und dringend etwas ändern müsste, da er Angst hatte krank zu werden.

Über kreative Übungen fanden wir heraus, worin seine Talente bestehen und was ihn wirklich mit Freude erfüllt. Aus den Ergebnissen entwickelten und sammelten wir mögliche Berufsbilder in denen er sein Potential zum Ausdruck bringen konnte bzw. den Tätigkeiten nachgehen, die seinen Fähigkeiten entsprach und ihm Spaß machten.

Im nächsten Schritt entwickelten wir einen Plan und Schritte wie er sich seinem Ziel nähern könnte.

Gleichzeitig schauten wir aber auch auf seine Persönlichkeitsmerkmale und welche Glaubensmuster oder Stressfaktoren die Umsetzung erschweren könnten.

So empfand er ein hohes Maß an Verantwortung innerhalb der Familie und auch den Mitarbeitern gegenüber, wodurch er sich regelmäßig zu viel zumutete. Durch das Gefühl der Überforderung fühlte er sich ständig aggressiv und machte Fehler, was ihn noch mehr unter Druck setzte. Ein Angstkreislauf entstand.

Während der Arbeit an seiner Persönlichkeit wurde Martin bewusst, dass zu viel Verantwortung, die er für andere übernimmt, seine Gegenüber eher schwächte als hilfreich zu sein. Er erkannte, dass es manchmal wichtig war sich abzugrenzen, anderen mehr zuzutrauen oder gar Eigenverantwortung einzufordern.

Dieses hohe Maß an Verantwortung hatte er schon als Jugendlicher übernommen, da seine Mutter immer kränkelte und er sich unbewusst verantwortlich fühlte für Ihr Wohlbefinden. Martin nahm wahr, dass er sich über dieses Verhalten Anerkennung und Zuneigung erhoffte. Doch der Preis war zu hoch, denn Beruf und auch die Familiensituation befanden sich nun in einer Schieflage.

Seine Position in der Familie und im Berufsfeld schauten wir uns über Familien-System- und Firmen-Aufstellungen an. So konnte Martin erkennen wo seine Position geschwächt war und wie er Veränderungen vornehmen musste, um seine Position und Persönlichkeit zu stärken.

Seine Stressgefühle, Blockaden und negative Glaubenssätze lösten wir mit der EFT-Klopftechnik, Mentalen Übungen und der Arbeit mit dem Unterbewusstsein. So empfand er jedes Mal mehr Kraft, um sich  abzugrenzen und auch einmal Nein zu sagen. Er beschrieb die Erleichterung, die sich in ihm breit machte, weil er sich wieder wichtig nahm.

Je mehr Energie frei wurde fiel die Umsetzung der Schritte immer leichter. Körperliche Symptome, Kopf- und Rückenbeschwerden als Auswirkung von Stress lösten sich Stück für Stück auf.

Nun geht es weiter, die eigentliche Berufung zu finden. Er hat es schon geschafft sich wieder Raum für mehr Kreativität in seinem Leben zu nehmen, zu fotografieren und zu schwimmen. Die spürbare Ausgeglichenheit wirkt sich auch positiv auf das Familienerleben aus, da Glücksgefühle und innere Balance sich immer übertragen.

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