Manuela Klasen

Manuela Klasen

3 Tipps zum Umgang mit unerwarteten Ereignissen

von | 22. Februar 2020 | Impuls-Geschichten

Heute möchte ich dir folgenden Gedankenimpuls als Metapher mitgeben. Eine kleine Geschichte zum „Sturmtief Sabine“, der am Sonntag, den  9.2.20 auch meine Planung durcheinanderwirbelte.   Ich möchte dir damit erzählen,…

Heute möchte ich dir folgenden Gedankenimpuls als Metapher mitgeben. Eine kleine Geschichte zum „Sturmtief Sabine“, der am Sonntag, den  9.2.20 auch meine Planung durcheinanderwirbelte.   Ich möchte dir damit erzählen, wie ich grundsätzlich mit den „Stürmen des Lebens“ umgehe und dir zwei bis drei wesentlich Impulse dazu geben. Wie du mit deiner Energie umgehst und vor allem in herausfordernden Situationen, deinen Gedanken und Emotionen lenkst, bewirkt wie du im Leben stehst.   Je bewusster du deine Energie steuern kannst, umso weniger kommst du in das Gefühl von Hilflosigkeit, Angst oder Sorgen und kannst Einfluss nehmen, selbst wenn du gerade mal nicht Einfluss nehmen kannst.   Deshalb erzähle ich dir heute wie „Sturm Sabine“ meinen Tag und die kommende Woche beeinflusste, als Metapher für Situationen wo es mal nicht so rund läuft oder wie geplant.   Ich erzähle dir, wie ich über meine inneren Dialoge meine Energie bewusst hoch halte und darauf zugreife, was es gerade in der Situation braucht.   Hier meine kleine Geschichte für dich.

Schon einige Tage vorher ging es durch Medien und Presse, dass ein bundesweites Sturmtief im Anmarsch war, dass sich u.a. auf den Reiseverkehr auswirken würde. Ich gebe zu, da ich nicht so viel Nachrichten schaue oder Zeitung lese und gerade für ein paar Tage im Ruhrgebiet war, um in einer krankheitsbedingten Situation in meiner Familie behilflich zu sein, bekam ich es eher am Rande mit, um genau zu sein erst einen Tag vor meiner geplanten Abfahrt am Sonntag.   Auch wenn schon die Empfehlung von der Bahn im Raum stand, dass man, wenn nicht unbedingt nötig, an dem Sonntag 9.2.20 nicht mit dem Zug fahren sollte, wollte ich es versuchen, denn ich hatte die kommende Woche voller Termine und es stand am darauffolgenden Donnerstag schon wieder die nächste berufliche Reise nach Berlin an.     Also machte ich mich immer noch hoffnungsfroh, dass der Sturm vielleicht an meinen Reiseplänen vorbeiziehen würde, auf den Weg. Es war schon sehr windig aber der Bus kam pünktlich, ich war guten Mutes. Am Bahnhof dann die Anzeige mein Zug kommt mit einer halben Stunde Verspätung, aber gut, das war ich sowieso schon von unzähligen Reisen gewohnt und nahm es hin.   Ich wartete erst unten an der Rolltreppe geschützt im Inneren, um keine Ansage zu verpassen. Die letzten 10 Minuten suchte ich mir eine günstige Ecke bei einer Bank auf dem Bahnhof und dachte „zum Glück nicht ganz so eiskalt die Temperatur“ wie ich es schon oft erlebt hatte.   Der Zug rollte ein und war sehr überfüllt, weil es schon einige Pannen und Ausfälle wohl im Norden gegeben hatte. Ich war froh, dass ich einen Sitzplatz reserviert hatte. Der Zug fuhr los Richtung Essen, ich lehnte mich entspannt zurück.   Aber ein paar Minuten später, so 6-7 Minuten, hielt der Zug auf freier Strecke an und alle warteten auf eine Information. Irgendwann hieß es dann vom Lokführer, „alle Signale sind rot, es geht nicht weiter, es muss also etwas passiert sein, wir melden uns, wenn wir etwas Näheres wissen“.   Ich dachte nur, ein Glück, ich sitze im warmen Zug. Was kann aber noch in solchen Momenten passieren, denn ich sah es schon in den Gesichtern einiger Mitreisender. Man könnte natürlich anfangen sich darüber Gedanken zu machen, was da jetzt passiert sein könnte und sich wilde Szenerien ausmalen.

Ich finde es sowieso immer spannend zu schauen wie mein Umfeld reagiert in solchen Momenten, so wie auch ich natürlich. Thema Selbstbeobachtung, das ist immer der erste Schritt. Nimm deine inneren Reaktionen auf Ereignisse bewusst wahr.

Weitere 10 – 15 Minuten vergingen, dann kam die Information, ein Baum ist in eine Oberleitung umgestürzt, es gibt kein Weiterkommen auf dieser Strecke mehr. Da wir noch in relativer Nähe zum Bahnhof Gelsenkirchen waren, würden wir gleich langsam zurückfahren und es wurden dann noch mögliche Alternativen zum Weiterkommen über Regionalzüge nach Düsseldorf genannt, um sich dort weiter zu organisieren. Ich fand das nur bedingt überzeugend.

Die Leute fingen an zu Googeln und zu telefonieren und auch in mir ging natürlich die Frage los, was mache ich jetzt, denn ich hatte in den nächsten Tagen ein paar Termine.

Aber meine Intuition sagte eigentlich sehr schnell und eindeutig, fahr jetzt nicht mehr weiter, das wird nur eine sehr umständliche Fahrt ins Ungewisse, denn wer weiß wie es mit dem Sturm weitergeht und wenn du genau schaust, die Termine sind alle regelbar und verschiebbar.

Ich bin mittlerweile so schlau, dass ich nicht direkt am nächsten Morgen einer Reise einen Termin setze.

Also rief ich bei meiner Mutter an, die zum Glück direkt am Telefon war, was auch nicht selbstverständlich war und sagte ihr, du hast erfolgreich gewünscht, ich komme zurück. Das produzierte direkt einen Lacher in der doch auch blöden Situation, denn jedes Mal, wenn ich fahre sagt sie, sie würde sich freuen, wenn ich noch länger bliebe. Vielleicht kennst du so etwas.

Und ich hatte intuitiv richtig entschieden, denn eine Stunde später wurden alle Züge eingestellt und es wurde von Not-Übernachtungen im Zug und Unterbringungen im Hotel berichtet und man sah die langen Schlangen vor den Schaltern der Bahn im Fernseher.

Ich saß derweil wieder im Warmen und sagte mir ein weiteres Mal, Glück im Unglück gehabt.

Während ich viele Menschen kenne, die an dieser Stelle anfangen sich auszumalen, was alles hätte passieren können, sich stundenlang immer wieder die Katastrophen Nachrichten ansehen und anhören, im Negativen bleiben mit ihrem Fokus und ihre Energie damit weiter runter ziehen tue ich genau das Gegenteil.

Ich beschäftige mich nur ganz kurz mit dem was hätte passieren können und auch nur in dem Sinne: „ein Glück, der Zug ist nicht auf einen Baum gefahren und auf der Strecke liegen geblieben oder der Baum ist nicht in die Scheibe des Führerhauses gekracht und hat Schaden verursacht, ein Glück, dass er in der Oberleitung gelandet ist. Ein Glück, dass wir noch so nah am für mich richtigen Bahnhof standen. Ein Glück, dass ich jetzt wieder im Warmen sitze und in Ruhe meine Termine verlegen kann und meiner Mutter eine große Freude mache, in dem ich sie noch zwei weitere Tage versorge.“

Ich denke, du erkennst den Unterschied worauf ich meinen Fokus richte.

Ich habe dann zwar am nächsten Tag auch nochmal nach Zügen geschaut, aber schnell beschlossen, dass ich doch einen weiteren Tag bleibe, da die meisten nicht fuhren und die Lage weiter unübersichtlich und ungewiss war.

Es hätte vielleicht die Möglichkeit gegeben nach Hause zu kommen, aber für mich stand Aufwand nicht im Verhältnis und ich konnte einiges auch von der Ferne erledigen und organisieren.

Und ich habe auch nicht ständig nachgeschaut und jede Stunde die neusten Informationen abgefragt, sondern nur diejenigen, die dann zum entsprechenden Zeitpunkt wirklich wichtig für mich waren.

Warum sollte ich mich vorher mit zahlreichen Hypothesen beschäftigen, was sein könnte oder auch nicht. Und genau das tun ganz viele Menschen. Sie verbringen ganz viel Zeit mit Hypothesen, die eintreffen können oder auch nicht.

So ist das ja auch beim Thema sich ständig Sorgen machen. Aber dazu kannst du dann nochmal eine früheren Podast #11 „Sich ständig Sorgen machen“ anhören.

Ich habe letztendlich zwei Dinge gemacht, die ich in mir schon wie einen positiven Reflex installiert habe.

Erstens annehmen was ist, die Situation akzeptieren wie sie gerade ist, wenn ich sowieso nichts ändern kann nutzt auch alles hadern nichts und zweitens überlegen, wie ich jetzt das Beste aus der Situation machen kann.

Drittens meine Gefühle bewusst wahrnehmen, die mir im Zweifel Energie rauben und sie so aktiv und bewusst steuern, dass sie mir über meine Gedanken Energie geben und ich so klar im Kopf und meinen Emotionen bleibe.

Denn du kannst dir vorstellen, wenn ich klar in meinem Kopf, meinen Emotionen also meiner Energie bleibe, dann ist es wahrscheinlicher, dass ich gute Entscheidungen treffe.

Und selbst sollten sie mal nicht gut sein im Nachhinein, kann ich dann viel leichter aus meiner positiven Energie heraus neu überlegen. Das ist definitiv besser, leichter und meistens auch effektiver, als wenn ich mich eben mit Horrorszenarien, Sorgen, Angstgefühlen und Hypothesen aufhalte über Dinge, die eintreffen könnten oder eben auch nicht. Es kann ja auch meine positive Vorstellung eintreffen, würde ich denen sagen, die sich gern in negativen Vorstellungen aufhalten.

Wenn ich klar und aufmerksam bin, weiß ich um Möglichkeiten, die wirklich wahrscheinlich sind, so wie ich direkt dachte, es wird eine ungewisse Weiterfahrt werden, obwohl ich nicht ahnte, dass der ganze Bahnverkehr eingestellt werden würde. Aber ich habe intuitiv, die richtige Entscheidung getroffen.

Wäre ich doch weitergefahren und irgendwo gestrandet, hätte ich von dort aus wieder Entscheidungen treffen müssen. Aber selbst, wenn das mal so ist siehe zu, dass du nicht so lange haderst. Stattdessen annehmen und akzeptieren was ist und aus der Energie heraus neu agieren.

Ich freue mich über dein Feedback! Schreibe gern einen Kommentar!  

Wenn du noch Träume, Wünsche und Ziele hast, eine Sehnsucht oder das Gefühl, etwas blockiert dich oder bremst dich aus, dann gehe mit mir in Kontakt! Oder buche dir, wenn du mich noch nicht kennst hier ein kostenfreies 30- minütiges Klarheits-Impuls-Coaching!

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